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Familienausflug Kärnten: die Drau, ihre Erlebnisse, Traditionen und Mythen

Familienausflug Kärnten

Zu Zeiten der Flößerei noch gefährlich und ungestüm, zeigt sich der viertlängste Nebenfluss der Donau heute als beschauliches Paradies, das am besten mit dem Kanu erkundet werden kann. Der Respekt vor der Natur fährt jedoch immer mit. Dann offenbart das Gewässer auch seine schönsten Seiten beim Familienausflug Kärnten.

Faszination Draufluss

Manchmal schnell, dann wieder langsam, jedoch sehr bestimmt. Mit den Bergausläufern im Rücken zeigt die Drau im Kärntner Raum durchaus Charakter – und ist jedoch zahm, wenn es darauf ankommt. Das war nicht immer so. Zu Zeiten des täglichen Holztransports konnte es ganz schön brenzlig werden. Kraftwerke und Stauseen haben das Gewässer über die Jahre behutsam gezähmt. Sanft schlängelt sich der Fluss heute vorbei an langen Baumreihen, saftig grünen Sommerwiesen, Weiden und geschützten Auen. Wie geschaffen für eine Fahrt mit dem Kanu. Es gilt aber, Geduld und Respekt mitzubringen. Dann offenbart der viertlängste Nebenfluss der Donau sein wohl schönstes Gesicht.

Flößerei als Kulturerbe

Schon seit jeher stand die Drau im Mittelpunkt der Menschen. Kommen Besucher etwa in Greifenburg mit Anwohnern ins Gespräch, lassen die Geschichten von Generationen in die Zeit der „Kärntner Holzstraße“ eintauchen. Schon im 17. Jahrhundert transportierten die angesehenen „Flößer“, die wagemutigsten Männer eines Dorfes, rund 40 Kubikmeter Holz in einer einzigen Fahrt. Nicht selten über Landesgrenzen hinweg.

Zu den Flößertagen – ein Familienausflug Kärnten

Laut Überlieferungen ein schier unmögliches und gefährliches Unterfangen, das heute kaum mehr vorstellbar ist. Geschichtet in einer Höhe von vier bis fünf Stößen und gut vier Metern Breite. In einem selbst gebauten Floß aus einer Vielzahl aneinandergereihter Stämme. Es lohnt sich, entlang der Drau nach Spurensuche zu gehen. Viele Nachfahren der damaligen Werke sind nach wie vor in der Nähe des Flusses zu finden.

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So veranstaltet die Ortschaft Oberdrauburg als ehemalige Bau- und Holzlagerstätte die Flößertage, an denen auf waschechten Holzgefährten mitgefahren werden darf. Ein einzigartiges Erlebnis! Natürlich gefertigt nach der ursprünglichen Bauweise von damals. Eine Tradition im August, die Jahr für Jahr mit großer Leidenschaft gepflegt wird. Das Flößen auf der oberen Drau besitzt bis zum heutigen Tage den wertvollen Status eines Weltkulturerbes und ist aus dem tagtäglichen Leben vieler Bewohner nicht mehr wegzudenken.

Die Drau über die Jahre gezähmt

So wild wie zu den Hochzeiten der Holzstraße ist das Wasser heute nicht mehr. Wer die Drau erkundet, muss zwar Respekt, jedoch keine Angst mehr haben. Denn über die Jahre ist der Fluss behutsam ausgebaut worden. Den Mythos der Unbändigen hat sie innerhalb von Kärnten nur mehr an wenigen Stellen. Etwa zwischen Lienz und der Stadtgemeinde Spittal an der Drau. Die Stromschnellen haben sich jedoch auf eine überschaubare Anzahl reduziert. Angst braucht also niemand mehr zu haben.

Flusskraftwerke entlang der Drau

Eine geschlossene Kette von sage und schreibe zehn Flusskraftwerken reguliert das Wasser auf einer beachtlichen Gesamtlänge von 147 Kilometern. Als Paddler müssen diese Kraftwerke umgegangen werden. Wir haben daher die Touren so optimiert, damit du so viel Komfort und Sicherheit wie möglich hast.

Dazu kommen mehrere Stauungen, um die Fließgeschwindigkeit und die Gefahr von Hochwasser zu regulieren. Gelegen zwischen Paternion und Lavamünd. So zeichnet sich das Draukraftwerk “Edling” für die zweitgrößte Wasserfläche des Landes aus. Neugierig? Die Kärntner nennen sie liebevoll den “Völkermarkter Stausee”. Mit seiner Größe liegt er gleich hinter dem Wörthersee auf Platz Zwei. Besucher haben die Möglichkeit, ihn mit dem Ausflugsschiff MS Magdalena zu befahren – oder wechseln selbst in Kanu und Kajak. Danach wandert die Drau weiter ins Jaunfeld.

Familienausflug Kärnten ins Naturparadies

Durch das sorgfältige Vorgehen der Anpassungen hat sich die Drau in dieser Region zu einem ökologischen Wunder entwickelt, das durch ein ganz besonderes Boot erschlossen werden kann. Viele kennen es bereits, das Wandern mit dem Kanu.

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Nanu? Wandern mit einem Kanu?

Mit dem “Drau Paddelweg” kann sich dem Fluss auf eine unvergleichliche Art und Weise genähert werden. Dem Projekt der zwei erfahrenen Wassersportler Manfred Winkler und Daniel Rebernik ist es zu verdanken, dass der Fluss mit seinen traumhaften Stellen auf dem Wasserweg gut erschlossen ist.

Die Familienfreundlichkeit bleibt dabei stets im Mittelpunkt. Verschiedene Etappen bereiten je nach Lust und Laune ein Erlebnis in einem Naturparadies, das so schnell nicht vergessen wird. Das Obere und Untere Drautal ist ebenso mit dabei wie auch das Rosental und Südkärnten. Die Drau ist ohne Zweifel ein Juwel, das mit Ruhe und Genuss seine beschauliche Seite zeigen kann. Ein Paddel-Genuss, wie er sein soll. Worauf also noch warten?

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